5 Uhr, die Nächte werden länger…
Die erste Nacht im Wohnmobil war noch nicht so gut. In den Bergen sind die Temperaturen nachts noch um den Gefrierpunkt, dementsprechend kalt war es im WoMo. Wir haben zwar eine Heizung, die ist aber ziemlich laut und wenn die anspringt ist man sofort hellwach.
Ich koche mir etwas Wasser für meinen Kaffee und bereite das Frühstück vor, während Julia erschreckend gut gelaunt ist und unseren Blogbeitrag für gestern fertig schreibt.
Nach einem für amerikanische Verhältnisse hervorragenden Frühstück machen wir uns auf den Weg zum skurrilsten Gebäude weit und breit: Bishop Castle. Der Anblick ist „amazing“. Wir klettern ein wenig in dem Gebäude herum, das den Eindruck erweckt, jederzeit einstürzen zu können, denn Begriffe wie Baugenehmigung und Statik sind dem Erbauer scheinbar völlig fremd. Der Eintritt ist kostenlos, aber wir lassen unsere Namen im Gästebuch und eine kleine Spende da. Anschließend fahren wir weiter zum Grand Sand Dunes National Park, wo wir unser Wohnmobil für die Nacht abstellen.


Das Wetter ist furchtbar. Es regnet den ganzen Tag mehr oder weniger wie aus Eimern, ab und zu sind auch Hagel oder Schnee dabei (Wir befinden uns mittlerweile auf 2500 m ü.N.N.). Wir statten dem hiesigen Vistor Center einen kurzen aber obligatorischen Besuch ab und machen uns an das Abendessen für heute: Wildlachs und in Knoblauchbutter gebratener grüner Spargel mit Langkornreis und Dijonsahnesößchen. Dazu einen US-amerikanischen Weißwein aus dem Liquor-Store. Das lässt uns beinahe darüber hinwegsehen, dass der Regen mittlerweile durch jede Ritze gedrungen und unsere Bettstatt merklich feucht geworden ist.

Hallo ihr zwei,
das hört sich ja zur Zeit nicht ganz so positiv an,
aber es kann ja nur besser werden.Ich wünsche euch weiterhin einen schönen Urlaub.
Liebe Grüsse