Tag 5 – 10.05. Auf den Spuren der Indianer

Kevin weckt mich mit heißer Schokolade. Nachdem wir zum Waschhaus gefahren sind und beide ausgiebig heiß geduscht haben, fahren wir tief in den Nationalpark hinein. Nach etwa einer Stunde Fahrt erreichen wir den Treffpunkt für unsere gestern gebuchte Tour zum „Cliff Palace“. Wir haben außerordentliches Glück, der Ranger, der die Tour führt, ist selber nachfahre der Pueblo-Indianer und hat somit eine „besondere“ Beziehung zu den 800 Jahre alten Überresten einer vergangenen Zivilisation, die sich in den Kalkfelsen der Mesa-Verde-Canyons ihre Behausungen erbaut hat. „Rising Bull“ ist ein äußerst sympathischer Typ und gibt uns einen kleinen Einblick in die Wertvorstellung indianischer Kulturen inklusive Schweigeminute, um den Erbauern dieser beeindruckenden Bauten zu gedenken.

Wir absolvieren noch ein paar „Self Guided Tours“ und machen ein paar Schnappschüsse mit Blick auf die weitläufigen Täler der Canyons. Auf dem Rückweg vom Soda Canyon Lookout hören wir ein seltsames Zirpen. Dann einen kleinen grünen Vogel, der im Sturzflug durch die Vegetation schießt, um dann an ein paar Blüten Nektar zu trinken. Ein Kolibri! Kevin hält natürlich sofort mit der Kamera drauf.

Abgesehen von einer irrsinnigen Anhäufung von Kötteln (Elch?) bleibt das unser tierisches Highlight. Der Besuch im kleinen Museum ist für Kevin nach fünf Minuten abgeschlossen, der Lookout dort wegen Felsrutsch leider gesperrt. Mittlerweile ist es fünf Uhr und unsere Mägen knurren, deswegen treten wir die Rückfahrt zum Campingplatz an. Das Abendessen heute: Bolognese mit Brokkoli und Spirelli. Nach einem Glas Wein kann Julia kaum noch die Augen aufhalten, obwohl wir heute keine allzu anstrengenden Wanderungen gemacht haben.

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