Day 21 – Heimflug & Fazit: Yellowstone 2025 geht zu Ende ✈️🌍

📍 Ort: Zuhause
🌡️ Temperatur: 16°C, teilweise bewölkt
✈️ Tageskilometer: ca. 8500 km 😂😂

Danke fürs Mitreisen 💛

An alle, die bis hierhin durchgehalten haben – erstmal: Vielen lieben Dank fürs Mitlesen und Mitfiebern!
Und ein ganz besonderes Dankeschön für all das liebe Feedback zwischendurch – vor allem auch von Menschen, bei denen wir ehrlich gesagt gar nicht erwartet hätten, dass sie den Blog verfolgen 😄

Ursprünglich war dieser Reisebericht einfach nur unser persönliches Tagebuch – damit wir nach drei intensiven Wochen überhaupt noch wissen, was wir in Woche 1 alles erlebt haben.
Dann kam die Idee auf, die Familie daran teilhaben zu lassen.
Und jetzt? Jetzt lesen Freunde, Bekannte – und vielleicht auch Menschen, die sich durch unseren Blog zu einer eigenen Reise inspirieren lassen. Das freut uns riesig!
Falls ihr Fragen habt oder Tipps braucht: Meldet euch gerne.


Frühstücksreste & Camper-Abschied

Heute ging es also zurück nach Hause. Wir frühstückten noch die letzten Reste – eher improvisiert als ausgiebig – und machten den Camper abgabebereit.
Um 11 Uhr war Abgabe-Deadline ⏰

Die Übergabe? Ganz typisch amerikanisch – mega unkompliziert.
Ein kurzer Blick vom Mitarbeiter: „Reifen dran? Tank voll?“ – „Yup!“ – „Alles klar, gute Heimreise!“
Kein Zählen von Tellern oder Rückfragen zum Müll 😅

Danach riefen wir ein Uber – 5 Minuten später saßen wir auch schon im Auto. Jorge brachte uns zielsicher zum Flughafen, einmal quer durch Denver in knapp 30 Minuten.


Letzter Brownie-Himmel in der Lounge 🍫

Nach Gepäckabgabe und Sicherheitskontrolle ging es für uns direkt in die Business Lounge.
Nochmal ordentlich frühstücken – unser Restemüsli war eher überschaubar ausgefallen 😅
Julia fand dort das Paradies auf Erden in Form von Schokobrownies – ich dachte kurz, ich verliere sie an die Desserttheke 😂


Boarding mit Hindernissen 🌩️

Eigentlich sollte unser Flug um 17:59 Uhr starten – aber über Denver hing ein Gewitter und gleichzeitig herrschte Flugzeug-Stau auf dem Rollfeld.
Wir hoben mit ca. 40 Minuten Verspätung ab – brauchten dann fast eine Stunde, bis wir endlich unsere Reiseflughöhe erreicht hatten.
Der Controller musste uns wohl einmal um die gesamte Gewitterzelle herumleiten.

Der Rest des Fluges war dafür ruhig und angenehm. Die Business-Class war – wie auf dem Hinflug – wieder top:
🥩 Rindercarpaccio als Vorspeise
🍖 Rippchen zum Hauptgang
🍷 …und dazu ein Gläschen Chardonnay. Was will Mann mehr? 😄


Zurück in Deutschland 🇩🇪

Trotz der Verspätung beim Start landeten wir pünktlich in Frankfurt.
Für die Rückreise hatten wir diesmal keinen Zeitdruck – also fuhren wir ganz entspannt mit dem Zug weiter.
Gegen 16:00 Uhr kamen wir müde, aber zufrieden, wieder zuhause an.


Reisetipps ✍️

💸 Wieviel Bargeld braucht man eigentlich?

Tatsächlich so gut wie keins.
Wir haben fast alles mit Kreditkarte bezahlt – das ist in den USA nicht nur üblich, sondern oft sogar bevorzugt.
Lediglich:

  • beim Duschen auf einem Campground brauchten wir Münzen 🪙
  • und bei einem anderen Platz mitten im Nirgendwo ohne Mobilfunk ging nur Barzahlung 💵

Wir hatten uns 100 $ am Automaten geholt – und das war vollkommen ausreichend.


📶 Internet & Datenvolumen

Wichtig fürs Bloggen, Routen planen, Camping buchen & Familie updaten.
In den USA gibt’s in fast jedem Café, Restaurant oder Visitor Center kostenloses WLAN.
Außerdem hatten wir eine eSIM mit 100 GB für 50 € gebucht – tatsächlich haben wir aber nur ca. 20 GB verbraucht, zu zweit!

In meinem Fall war das Datenpaket über meinen Mobilfunkanbieter am günstigsten.


🎉 Schlusswort

Nach 3 Wochen, 21 Tagen, 3956 km, unzähligen Eindrücken, Wanderungen, Tiersichtungen, Aussichtspunkten, Lagerfeuern und Sternschnuppen heißt es jetzt:

Yellowstone 2025 – du warst der Hammer!
Und danke euch allen, dass ihr uns begleitet habt. 💚

Bis zum nächsten Mal!

Day 20 – Letzter Halt: Shopping & Koffer-Tetris

📍 Ort: Denver / St. Vrain State Park
🌡️ Temperatur: 28 °C, sonnig
🚐 Tageskilometer: ca. 70 km
🔚 Gesamtkilometer Roadtrip: 3.956 km

Großstadtlärm statt Lagerfeuerromantik

Nach so vielen tollen Nächten inmitten der Natur war die letzte Nacht leider das komplette Kontrastprogramm. Der Lärm der Stadt, enge Parzellen und permanenter Trubel – vom gestrigen Campingplatz können wir wirklich nur die Duschen positiv hervorheben. 😅 Aber gut, es war ja nur für eine Nacht.


Frühstück wie im Film 🍳

Bevor wir uns ins Getümmel stürzten, ging’s erst einmal zu Denny’s – einer klassischen amerikanischen Diner-Kette. Für mich gab’s Hashbrowns, Eier, Bacon und Toast – wie es sich gehört. Julia entschied sich für ein deftiges Sandwich. Damit waren wir gut gestärkt für den letzten Tag unseres Roadtrips.


Shopping-Time im Denver Premium Outlet 🛍️

Wir wollten die Gelegenheit nutzen, um in den Outlets vielleicht noch das ein oder andere Schnäppchen zu machen. Und tatsächlich: Trotz nicht ganz optimalem Wechselkurs wurden wir fündig. Hoffen wir mal, dass alles in den Koffer passt😬


Finale: Zurück in die Natur

Nach rund 3.956 gefahrenen Kilometern erreichten wir unseren letzten Campingplatz: den St. Vrain State Park. Und was für ein Unterschied zu gestern! Natur, Ruhe, schön angelegte Plätze – ein wirklich würdiger Abschluss.

Jetzt heißt es: Koffer packenaufräumenWohnmobil durchfegen – morgen früh müssen wir unser Zuhause auf Rädern bis 11 Uhr wieder abgeben.


Fazit des Tages

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge blicken wir dem morgigen Heimflug entgegen.
Einerseits freuen wir uns auf all die kleinen Dinge, die zuhause selbstverständlich sind:
die eigene Dusche, das eigene Bett – und nicht zu vergessen: die Spülmaschine 😅
Andererseits… könnte ich für meinen Teil auch problemlos noch drei weitere Wochen dranhängen. Die Mischung aus Natur, Freiheit und Abenteuer war einfach perfekt.
Julia hingegen verspürt schon ein bisschen mehr Heimweh – sie freut sich auf ihren gewohnten Alltag.

Day 19 – Roadtrip-Marathon & Fast-Food-Finale

📍 Ort: Golden, Colorado
🌡️ Temperatur: 25 °C, bewölkt
🚐 Tageskilometer: ca. 520 km

🚐 Ein letzter intensiver Fahrtag

Ein letzter langer Fahrtag stand uns bevor. Wir waren noch etwas mehr als 500 km von Denver entfernt – von wo aus wir in zwei Tagen zurück nach Hause fliegen.

Eigentlich war geplant, die Strecke auf zwei entspannte Etappen aufzuteilen, aber wir wollten den morgigen Tag noch zum Shoppen im Outlet nutzen. Also hieß es heute: So weit wie möglich kommen!

Klingt machbar – wären da nicht die Rahmenbedingungen:
Keine Autobahnen, nur Landstraßen mit Tempolimits zwischen 90 und 110 km/h, oft auch weniger… Willkommen in der amerikanischen Pampa 😄

Endlose weite

🎶 Guardians, Kaffee & Kilometer

Nach einem gemütlichen Frühstück rollten wir los – begleitet vom Epic Mix aus Guardians of the Galaxy, der die ersten 200 km angenehm verfliegen ließ.

Doch irgendwann meldete sich die Müdigkeit – also Zwischenstopp bei Starbucks, um die Lebensgeister wieder zu wecken ☕️

Einen weiteren Tankstopp legten wir in Silverthorne ein. Danach war klar:
Wir fahren durch bis Golden, einem Vorort von Denver, um morgen keine Zeit mehr zu verlieren.


🏔️ Einmal über die Rocky Mountains

Was dann folgte, war zwar anstrengend, aber auch landschaftlich spektakulär:
Quer durch die Rocky Mountains, rauf bis auf 3.400 m Höhe und dann wieder runter in Richtung Denver.

Ein echtes Fahr-Highlight, aber auch eine Herausforderung fürs Wohnmobil – und für den Fahrer 😅


😤 Campground-Suche mit Hindernissen

Die Campground-Suche war heute… nennen wir es mal: bescheiden.
Die staatlichen Plätze, die wir zuerst ansteuerten, waren leider voll – und die privaten?

Naja…
Teuer, eng, laut – und absolut kein Vergleich zu den wunderschönen Plätzen der letzten Tage.
Am Ende landeten wir im Applewood RV Resort – dem mit Abstand teuersten und gleichzeitig schlechtesten Campingplatz unserer Reise 🫠


🌮 Fast Food zum Trost

Da wir unsere Vorräte fast vollständig aufgebraucht hatten und es sich nicht mehr lohnte, einkaufen zu gehen, war klar: Heute essen wir auswärts.

Die Wahl fiel auf Taco Bell – sehr zur Freude von Julia, die es schade findet, dass es diese Fast-Food-Kette nicht in Deutschland gibt 🥲
Die Burritos und Quesadillas waren überraschend gut – und damit der kulinarische Höhepunkt des Tages 😂


Fazit des Tages

500 km auf Landstraßen, einmal über die Rockies, Starbucks, Taco Bell, dazu ein Campingplatz zum Abgewöhnen –
aber: Wir sind angekommen!
Morgen wird geshoppt, das Wohnmobil geputzt – und dann geht unser Abenteuer langsam zu Ende.

Day 18 – Sterne, Staudämme und Dinosaurier

📍 Ort: Dinosaur National Monument
🌡️ Temperatur: 23 °C, leicht bewölkt
🚐 Tageskilometer: ca. 180 km

Abschied von der Flaming Gorge

Nachdem wir gestern noch lange am Lagerfeuer saßen und den Blick in die Sterne genossen haben – hier ist die Lichtverschmutzung so gering, dass man die Milchstraße mit bloßem Auge sehen kann – fiel das Aufstehen heute etwas schwerer.
Gut, dass ich in Jackson neuen Kaffee gekauft hatte. ☕️

Nach einem gemütlichen Frühstück verließen wir den traumhaften Campingplatz direkt am Flaming Gorge Reservoir. Die Aussicht auf den türkisblauen See bei strahlendem Sonnenschein und 23 Grad – einfach ein Traum.


Besuch am Flaming Gorge Dam

Wir machten uns auf zum Flaming Gorge Staudamm. Leider mussten wir erfahren, dass aktuell keine Führungen stattfinden – der Aufzug ins Innere wird wohl gerade saniert.
Etwas schade, aber nachdem ich schon mal eine Tour im Hoover Dam gemacht hatte, konnte ich das verschmerzen.

Langsam entwickelt sich das zu einem Running Gag dieses Urlaubs, denn schon an der Jewel Cave hatte uns ein defekter Aufzug den Zutritt zur Höhle verwehrt 😅

Von außen war das Bauwerk trotzdem ziemlich beeindruckend.

Flaming Gorge Dam

Panorama mit Potenzial

Während wir durch die Flaming Gorge National Recreation Area fuhren, bot sich uns ein Panorama nach dem anderen.
Schwer in Worte zu fassen – sowas kann man in einem Foto einfach nicht festhalten. 😊

Flaming Gorge NRA

Wir stellten schnell fest, dass wir für diese Gegend viel zu wenig Zeit eingeplant hatten. Alle paar Kilometer zweigten vielversprechende Trails ab – aber für uns ging es weiter zum Dinosaur National Monument.


Auf den Spuren der Dinos

Im Visitor Center informierten wir uns kurz, bevor wir den Fossil Exhibit Trail liefen. Dort kann man echte Dinosaurierfossilien direkt in der Felswand bestaunen – sehr beeindruckend!

Die große Ausstellungshalle mit den Skeletten war leider wegen Bauarbeiten geschlossen.

Zurück am Visitor Center fand gerade ein Ranger-Talk statt.
Ein spezialisiertes Teleskop ermöglichte uns den Blick auf den Rand der Sonne – inklusive sichtbarer Sonnenstürme. Dazu gab es natürlich interessante Hintergrundinfos von einem sehr engagierten Ranger. 🌞


Felsbilder & Feierabend

Bevor wir unseren Campingplatz für die Nacht ansteuerten, hielten wir noch bei den Petroglyphen – uralte, in Stein gemeißelte Symbole und Zeichnungen.
Schon faszinierend, was für Spuren frühere Kulturen hier hinterlassen haben.

Den Abend verbrachten wir dann gemütlich auf dem Campingplatz. Der Tag war weniger fahrintensiv als gestern, dafür aber voller Eindrücke aus Geologie, Geschichte und Astronomie 🌌

Day 17 – Roadtrip-Flow: Country-Klänge und Campingglück

📍 Ort: Flaming Gorge, Utah
🌡️ Temperatur: 23 °C, sonne satt
🚐 Tageskilometer: ca. 400 km

Heute lag nochmal ein langer Fahrtag vor uns –
nächster Halt: Flaming Gorge.

Aber wir haben’s gemütlich angehen lassen:
Ein letzter Kaffee mit Blick auf die Tetons,
ein ausgiebiges Frühstück, und dann hieß es:
Tschüss Grand Teton – Hallo Utah!


Highway-Vibes & Bundesstaat Nummer 5

Rund 400 Kilometer lagen vor uns,
doch dank Country-Musik im Radio rollte das Wohnmobil fast wie von selbst.
(Na gut, 24 Liter auf 100 km wollen trotzdem gefüttert werden –
Tankstopp in Rock Springs inklusive.)

Julia hat natürlich wieder die halbe Fahrt verschlafen,
aber heute war die Strecke sogar richtig sehenswert –
ganz anders als die kilometerlangen, öden Felder in Nebraska.

Und dann –
Willkommen in Utah! 🇺🇸
Bundesstaat Nummer 5 auf unserem Roadtrip.


Ein Platz zum Träumen – Lucerne Campground

Unser heutiges Ziel:
der Lucerne Campground am Flaming Gorge Reservoir.

Was für ein Platz!
Direkt am See, traumhafte Aussicht, sieben Sonnen am Himmel ☀️☀️☀️☀️☀️☀️☀️
und angenehme 23 Grad – das perfekte Panorama nach einem Reisetag.


See, Füße, Feierabend

Nach so vielen Kilometern gönnten wir uns am Nachmittag einfach nichts –
außer:

  • Füße im Wasser
  • Sonne im Gesicht
  • Grill an, Gedanken aus.

Zum Baden war der See dann doch zu frisch –
aber für die Zehenspitzen hat’s gereicht 🧊🦶


🌅 Sonnenuntergang mit tierischer Begleitung

Am Abend dann ein echtes Highlight: Ein paar Gabelböcke spazieren direkt an unserem Stellplatz vorbei – ganz entspannt und ohne jede Eile.


Pläne für morgen

Morgen steht der Flaming Gorge Dam auf dem Programm –
vielleicht sogar mit einer Führung durch das Innere des Staudamms.
Danach geht’s weiter Richtung Dinosaur National Monument –
es bleibt spannend!

Day 16 – Abschied von Grand Teton & ein Hoch auf Amerikas Nationalparks

📍 Ort: Grand Teton National Park
🌡️ Temperatur: 20 °C sonne pur
🚶‍♂️ Gewanderte Kilometer: ca. 11 km
🚐 Tageskilometer: ca. 80 km

Unser letzter Tag im Grand Teton bricht an.
Morgen geht der Roadtrip weiter – doch heute wollen wir noch einmal so viel Natur wie möglich aufsaugen.

Wie schon in den letzten Tagen stehen wir früh auf, fahren direkt zum Wanderparkplatz und frühstücken dort.
Eine gute Entscheidung – denn kaum hatten wir aufgegessen, war der Parkplatz auch schon voll.


Taggart Lake, Bradley Lake & ein Trail ohne Abkürzung

Heute steht die Wanderung zum Taggart Lake an –
und da wir gut in Form sind, geht’s direkt weiter zum Bradley Lake.

Zu Julias Leidwesen ist der Trail ähnlich anstrengend wie gestern –
nur dass es heute kein Shuttle für den Rückweg gibt.
(Spoiler: Wir haben’s trotzdem geschafft. 😄)

Die Ausblicke sind den Weg aber mehr als wert:
🏞️ Zwei wunderschöne Seen vor der Kulisse der markanten Teton-Berge, klare Luft, fast schon meditativ.

Ein grandioser letzter Wandertag im Park.

Snack Pause am Taggart Lake

Snake River, Snacks & Siedlungsreste

Am Nachmittag fuhren wir noch einige Scenic Spots an.
Ein längerer Halt am Snake River Lookout – einfach nur dasitzen, gucken, atmen.
Dazu ein kleiner Snack aus der Campingküche – Roadtrip-Romantik pur.

Bevor es zu unserem heutigen Campground ging –
🌲 Gros Ventre, ganz im Süden des Parks –
legten wir noch einen Zwischenstopp bei der Mormon Row ein.

Eine verlassene Mormonen-Siedlung aus dem späten 19. Jahrhundert,
fotogen gelegen vor den Tetons – ein schöner, geschichtsträchtiger Abschluss.

Mormon Row

Grand Teton – kleiner Bruder, großes Erlebnis

Der Grand Teton National Park hat uns richtig gut gefallen.
Klar, es gibt nicht die spektakulären Geysir-Highlights wie im Yellowstone,
aber dafür punktet er mit:

  • wunderschöner Bergkulisse
  • viel Ruhe
  • abwechslungsreichen Wanderungen
  • und tollen Tierbegegnungen (die Elche am Trail bleiben unvergessen)

Grand Teton braucht sich also wirklich nicht zu verstecken.


🇺🇸 Ein Wort zu den Nationalparks der USA

Ein kurzer Exkurs – denn es muss einfach mal gesagt werden:

Die Nationalparks in den USA sind schlicht großartig organisiert.
Schon am Eingang gibt’s:

  • 🗺️ Eine Karte mit allen Highlights
  • 🏛️ Top ausgestattete Visitor Center
  • 👨‍🌾 Ranger mit wertvollen Tipps & Karten
  • 🚻 ausreichend Toiletten – sauber und gepflegt
  • 🥾 gut gepflegte Trails mit Extra-Wanderkarten
  • 🗣️ Geführte Touren & abendliche Ranger Talks

Und das Ganze für einen wirklich fairen Preis:
📍 Eintritt ca. 30–35 $ pro Auto (für alle Insassen)
🎟️ Oder: „America the Beautiful“ Pass für 80 $, gültig für alle Nationalparks ein ganzes Jahr lang. Lohnt sich ab dem dritten Park.


Fazit des Tages:
Ein letzter Wandertag, ein letzter See, ein letztes Bergpanorama –
Grand Teton verabschiedet sich still, schön und eindrucksvoll.

Morgen geht’s weiter Richtung Süden –
ein neues Kapitel unseres Roadtrips beginnt.

Day 15 – Elche im Wald & Cowboys in der Bar

📍 Ort: Grand Teton National Park – Jenny Lake & Jackson, Wyoming
🌡️ Temperatur: 16 °C, teils bewölkt
🚶‍♂️ Gewanderte Kilometer: ca. 14 km
🚐 Tageskilometer: ca. 100 km

Heute hieß es früh raus – zumindest für einen von uns.
Die Rangerin im Visitor Center hatte uns gewarnt:

Der Parkplatz für die Hidden Falls sei schnell voll.

Also gab’s einen frühen Start – sehr zu Julias Leidwesen. 😅
Das Frühstück verschoben wir kurzerhand auf den Wanderparkplatz.


Wanderung rund um den Jenny Lake

Gut gestärkt machten wir uns auf den Weg:
🥾 Der Trail führt einmal um den Jenny Lake, dann steil bergauf zu den Hidden Falls und weiter zum Inspiration Point.

Zwar gibt es die Möglichkeit, mit einem Shuttleboot über den See zu fahren und sich so rund 5 Kilometer Wanderweg zu sparen –
aber wir entschieden uns fürs Laufen.
Hin zu Fuß, zurück je nach Erschöpfung mit dem Boot.


Waldbegegnung mit Elchen

Schon auf dem Hinweg zu den Hidden Falls raschelte es plötzlich im Wald.
🌲 Und da standen sie: drei Elche, viel zu nah für unser Wohlbefinden.

Wir traten langsam zurück und warteten ab, bis die Tiere gelassen weiterzogen.
Dann setzten wir unsere Wanderung fort – beeindruckt und mit dem nötigen Respekt.


Aussicht & Shuttle zurück

Oben angekommen konnte ich Julia noch überzeugen, den Cascade Canyon Trail weiterzugehen –
und es hat sich gelohnt:

Wunderschöne Ausblicke, klare Luft, weite Sicht – Grand Teton at its best.

Nach der Tour war klar: Der Rückweg zu Fuß fällt aus.
Wir gönnten uns die entspannte Variante – per Bootsshuttle zurück über den See.
Ein kurzer, sonniger Weg übers Wasser – der perfekte Abschluss einer großartigen Wanderung.


Zivilisation! Jackson ruft

Nach dem aktiven Vormittag machten wir uns auf den Weg nach Jackson –
eine charmante Westernstadt südlich des Grand Teton Nationalparks.

Und was macht man dort?
Natürlich:
🐎 Ab in die Million Dollar Cowboy Bar – wo man stilecht auf Sätteln am Tresen sitzt.
Dazu ein Bier und ein richtig guter Burger –

Zivilisation, wie wir sie nach Tagen in der Natur auch ein wenig vermisst haben.


Fazit des Tages:
Wanderschuhe glühen, Shuttleboot schaukelt, Bier kalt, Burger saftig.
Grand Teton zeigt sich von seiner besten Seite – mit Wildtieren, Höhenmetern und Westernflair.

Morgen geht’s weiter zum Taggart Lake – wir freuen uns auf eine etwas entspanntere Wanderung mit Aussicht!

Day 14 – Abschied von Yellowstone & Kaffee-Krise im Grand Teton

📍 Ort: Grand Teton National Park, Wyoming
🌡️ Temperatur: 15 °C, wolkig mit kurzen Auflockerungen
🚐 Tageskilometer: ca. 140 km

Heute hieß es: Abschied nehmen vom Yellowstone –
und Hallo sagen zum Grand Teton National Park.
Und mit dem Eintritt in den nächsten Park gibt’s auch Stempel Nummer 18 fürs Sammelalbum! 🗺️✅


Yellowstone – ein Rückblick mit gemischten Gefühlen

Der Yellowstone hat uns richtig gut gefallen:
So viele Naturwunder auf vergleichsweise kleiner Fläche –
🌋 Geysire, 🌫️ Thermalfelder, 🌄 Canyons, 🦬 Wildlife an jeder Ecke.

Aber:

Mit der Schönheit kam auch der Touristenansturm – selbst in der Nebensaison.
Für unseren Geschmack manchmal schon etwas zu viel Betrieb.

In unserem persönlichen Ranking landet Yellowstone daher auf einem sehr respektablen Platz 2 –
gleich hinter dem Zion National Park, der uns damals nochmal mehr verzaubert hat.

Aber wer weiß – vielleicht kann Grand Teton da ja mithalten? 🙂


Der Morgen beginnt… ohne Kaffee 😱

Leider begann der Tag mit dem Worst-Case-Szenario für jeden Camper:

Der Kaffee war aus.

Im kleinen Store am Yellowstone Visitor Center gab’s leider nur dünne Plörre,
also musste ich schweren Herzens auf Kakao umsteigen.
(Koffeinmangel-Level: kritisch.)


Letztes Yellowstone-Foto & Weiterfahrt

Nach dem Frühstück packten wir zusammen und machten noch einen letzten Stopp am Eingangsschild des Parks.
Beim Reinfahren war’s uns damals zu voll – jetzt holen wir das obligatorische Foto nach. 📸

Dann ging’s direkt weiter in den Grand Teton National Park.
Wie immer:
➡️ Erster Halt: Visitor Center –
dort bekamen wir die aktuelle Parkzeitung mit Infos zu Trails, Aussichtspunkten und Ranger Talks.


Erste Schritte mit Blick auf die Tetons

Zum Einstieg machten wir eine kleine Runde:
🥾 Der Lake Shore Trail startet direkt hinter dem Visitor Center.
Er führte uns gemütlich am See entlang und bot erste Ausblicke auf die Tetons –
eine beeindruckende Bergkette mit Gipfeln zwischen 3.500 und 4.200 Metern.

Leider hingen die Wolken tief, sodass das Panorama ein wenig verwaschen wirkte –
aber die Kulisse war trotzdem beeindruckend schön.


Mittag mit Aussicht & Koffein-Nachschub

Zum Mittag gab’s die Reste von gestern auf einem Picknickplatz mit Seeblick –
ruhig, entspannt, mit den Tetons im Hintergrund.

Danach bezogen wir den Signal Mountain Campground und erkundeten die Umgebung.
In einem nahegelegenen Café holten wir dann endlich nach,
was heute Morgen fehlte:
☕ Einen ordentlichen Kaffee.

Kaffeebalance wiederhergestellt.


Ranger Talk, Bärensichtung & Hirsch-Schock

Am Abend nahmen wir noch an einem der beliebten Ranger Talks teil –
heute ging es um ein spannendes Thema:
🌌 Lichtverschmutzung und ihre Auswirkungen auf Natur und Mensch.
Wie sehr künstliches Licht den Tag-Nacht-Rhythmus von Tieren, aber auch unseren eigenen Schlaf beeinträchtigt, war eindrucksvoll erklärt –
und in einem so dunklen Nationalpark wie Grand Teton auch direkt spürbar.

Solche Programme machen die US-Nationalparks einfach besonders –
informativ, charmant, und oft richtig inspirierend.

Schon auf dem Weg zum Talk erlebten wir ein weiteres Highlight:
🐻 Ein Bär – keine 20 Meter von der Straße entfernt!
Ganz ruhig, fast unscheinbar stand er am Waldrand – und zeigte einmal mehr, wie nah Wildnis und Zivilisation hier aufeinandertreffen.

Auf dem Rückweg zum Campingplatz dann der Schreckmoment des Tages:
🌑 Direkt am Straßenrand im Dunkeln stand plötzlich ein Hirsch mit riesigem Geweih.
Gerade noch rechtzeitig gesehen – und voll in die Eisen gegangen.

Julia ist beinahe das Herz stehen geblieben.


Fazit des Tages:
Ein neuer Park, ein neuer Rhythmus –
und ein Tag voller Kontraste: KaffeemangelBärenblickeWolkenpanoramaWissenschaft bei Nacht und ein Adrenalinkick zum Abschluss.

Morgen steht eine große Wanderung zu den Hidden Falls an –
wir wollen früh los…

Allerdings gibt’s immer noch keinen richtigen Kaffee.
Mal sehen, ob das mit dem frühen Start dann wirklich klappt. 😅

Day 13 – Bärenblicke & Bisons mit Vorfahrt

📍 Ort: Yellowstone National Park – Tower Fall, Petrified Tree, Lamar Valley
🌡️ Temperatur: 17 °C, leicht bewölkt
🚐 Tageskilometer: ca. 140 km

Unser letzter Tag im Yellowstone bricht an.
Die Stimmung ist ein wenig wehmütig – doch es wartet noch ein echtes Highlight:
🗺️ Lamar Valley, bekannt als eines der tierreichsten Gebiete im Park.

Das Frühstück heute? Kurz und praktisch: Cornflakes.
Und dann noch der tägliche Klassiker: Geschirrspülen per Hand –

Spülmaschine? Fehlanzeige. Willkommen im echten Camperleben. 😄


Perfekter Start – mit Bär!

Kaum losgefahren, trauten wir unseren Augen kaum:
🐻 Schon wieder ein Bär!
Was für ein Glück – und was für ein Start in den Tag.
Der letzte Tag hätte kaum besser beginnen können. 🤩


Tower Fall & Bisons am Wegesrand

Erster offizieller Stopp: der Tower Fall – ein beeindruckender Wasserfall, fast 40 Meter hoch, umgeben von zerklüfteter Basaltlandschaft.

Danach wollten wir zum Petrified Tree, einem versteinerten Baumstamm.
Allerdings: Die Zufahrtsstraße war für RVs gesperrt – also entschieden wir uns, von einem früheren Punkt zu Fuß loszuwandern.

Dabei kamen wir zwei Bisons recht nah – zu nah für unser Wohlbefinden.
Wir hielten respektvoll Abstand und wichen etwas vom Trail ab, um die Tiere nicht zu stören.
Der Baumstamm selbst? Naja… sagen wir mal:

Historisch interessant, visuell eher unspektakulär. 😅


Wraith Falls & andere Enttäuschungen

Unser nächstes Ziel: die Wraith Falls.
Doch leider war der Trail gesperrt – genauso wie der Yellowstone River Trail, den wir ebenfalls geplant hatten.


Lamar Valley – Das Finale der Wildtiere

Also weiter ins Lamar Valley – und dort zeigte sich Yellowstone noch einmal von seiner tierischen Schokoladenseite:

  • 🦬 Große Bisonherden zogen durch die Ebenen
  • Mehrfach querten sie die Straße –

Und klar: Ein Bison hat immer Vorfahrt.

Es war ein würdiger Abschluss: Weite Landschaft, goldenes Licht, Tierbegegnungen – einfach Yellowstone pur.


Fazit des Tages:
Ein letztes Mal Naturwunder, ein letzter Bär, ein letzter Bison-Stau.
Yellowstone verabschiedet sich von uns mit genau der Magie, wegen der wir gekommen sind.

Morgen geht’s weiter – Richtung Grand Teton National Park.
Wir sind gespannt, wie der kleine Bruder von Yellowstone uns begrüßen wird!

Day 12 – Vom Frühstücks-Bacon zum Bärenmoment

📍 Ort: Yellowstone National Park – West Thumb, Grand Canyon (Nordseite), Canyon Village
🌡️ Temperatur: 15 °C, bedeckt
🚐 Tageskilometer: ca. 90 km

Heute ließen wir es nochmal ganz gemütlich angehen.
Es wollte einfach nicht richtig hell werden – dichter Hochnebel lag über dem Park.
Zum Glück war es nicht ganz so kalt wie gestern, also perfekte Bedingungen für ein ausgiebiges Camperfrühstück.

Es gab Ei mit amerikanischem Bacon – den liebe ich einfach.
Er schmeckt irgendwie anders als zu Hause… oder ist es einfach nur das Urlaubsgefühl?

Außerdem hatten wir am Campingplatz endlich mal wieder Mobilfunkempfang – also schnell nachgeschaut, was in den letzten Tagen so in der Welt passiert ist.

📝 Erkenntnis des Tages:

Rauchmelder besser vor dem Speckbraten ausschalten. 🙈


West Thumb & Thermalfeld-Finale

Dann ging’s los zu unserem ersten Stopp:
🌋 Das West Thumb Geyser Basin, ein weiteres Thermalfeld – diesmal direkt am Yellowstone Lake gelegen.
Wir drehten eine kleine Runde, bestaunten dampfende Pools und sprudelnde Quellen – aber dann war auch klar:

Wir sind satt an Thermalfeldern. Es reicht. 😄


Tierstau – und dann: ein Bär!

Auf dem Weg zurück Richtung Canyon Village dann mal wieder:
🚗 Stau auf freier Strecke – typisch Yellowstone.
Sobald jemand ein Tier sieht, wird mitten auf der Straße gehalten, statt die Haltebuchten zu nutzen.
Das passiert öfter, vor allem bei Bisons. Und ganz ehrlich:

Für ein Bison halten wir inzwischen nicht mal mehr an.

Aber diesmal war es anders.
In der Ferne bewegte sich etwas – und es sah nicht nach einem Bison aus.

Wir hielten vorschriftsgemäß an der nächsten Parkbucht.
Ich lief ein paar hundert Meter zurück – und tatsächlich:
🐻 Ein Bär!

Ein echtes Highlight – und irgendwie der krönende Abschluss unserer Yellowstone-Wildlife-Liste:
✔️ Bison
✔️ Wapiti
✔️ Hirsch
✔️ Präriehund
✔️ Wolf
✔️ Bär


Der Grand Canyon – jetzt auch von Norden

Unser nächstes Ziel: nochmal der Grand Canyon of the Yellowstone.
Beim letzten Besuch hatten wir ihn nur von der Südseite gesehen – heute wollten wir auch die Nordseite erkunden.

Insbesondere der Wasserfall hatte es mir angetan – so spektakulär, dass ich unbedingt näher ran wollte.

Also: kurzer, aber heftiger Abstieg bis direkt an den Kopf des Wasserfalls –
💦 Donnerndes Wasser, Gischt im Gesicht, ein echtes Natur-Spektakel.

Der Aufstieg zurück war… sagen wir mal: kräftzehrend 😅


Campingplatz, Pause & Lachs vom Grill

Danach ging’s zum Canyon Village Campground, wo wir die nächsten zwei Nächte verbringen werden –
bevor es weitergeht Richtung Grand Teton National Park, der direkt südlich an Yellowstone grenzt.

Den Nachmittag verbrachten wir ganz entspannt –
🧘 Jemand war heute ziemlich platt,
also gönnten wir uns Ruhe & Entspannung.


Am Abend dann wieder: Camperküche vom Feinsten
🔥 Gegrillter Lachs, dazu Reis und Spargel.


Fazit des Tages:
Ein eiskalter Morgen, dampfende Quellen, ein echter Bär und ein Wasserfall zum Anfassen –
Yellowstone überrascht uns weiterhin jeden Tag aufs Neue.

Morgen ist dann schon unser letzter voller Tag im Park.