Day 11 – Eiskalter Morgen, heiße Quellen & tierische Überraschungen

📍 Ort: Yellowstone National Park – Norris Geyser Basin, Mammoth Hot Springs, Grand Prismatic Overlook
🌡️ Temperatur: 22 °C meist bewölkt
🚐 Tageskilometer: ca. 180 km

Man, war das wieder kalt heute Nacht!
Zum ersten Mal auf der Reise musste ich tatsächlich die Heizung im Camper einschalten – und das will was heißen. ❄️

Eigentlich wollten wir wieder früh starten, denn gerade in den Morgenstunden hat man die besten Chancen auf Tierbegegnungen.
Aber ganz ehrlich:

Bei 3 Grad Außentemperatur fällt das Aufstehen schwerer als gedacht.


Ein Wolf – wirklich ein Wolf!

Doch das frühe Losfahren wurde belohnt:
🧊 Noch vor unserem ersten offiziellen Stopp tauchte er plötzlich auf –
ein echter Wolf, direkt am Straßenrand!

Ich traute meinen Augen kaum – hatte ich doch im Visitor Center gelesen, dass nur etwa 120 Wölfe im gesamten Yellowstone National Park leben.


Mystisches Dampfen im Norris Geyser Basin

Erster offizieller Halt: das Norris Geyser Basin, ein weiteres beeindruckendes Thermalfeld.
Bei den niedrigen Temperaturen dampfte es aus allen Richtungen –
manchmal so stark, dass die Trails stellenweise in dichten Nebel gehüllt waren.

💨 Es hatte etwas Mystisches – fast wie in einem Fantasy-Film.

Norris Geyser Basin

Mammoth Hot Springs – Terrassen, Trails & ein Elch

Danach ging es ganz in den Norden des Parks:
🌋 Mammoth Hot Springs, bekannt für seine kalkweißen Terrassen, über die heißes Wasser in Kaskaden nach unten fließt.

Vor Ort besuchten wir zunächst das nächste Visitor Center, dann war es Zeit für eine kurze Mittagspause – ganz stilecht mit Sandwiches im Camper.

Gestärkt liefen wir die Trails entlang der Terrassen – plötzlich, fast wie aus dem Nichts:
🦌 Ein majestätischer Wapiti Bulle stand direkt vor uns.
Erhaben, riesig, völlig gelassen – ein echtes Yellowstone-Highlight.


Grand Prismatic – diesmal von oben!

Am späten Nachmittag machten wir uns auf den Rückweg zum Campingplatz, der heute im Süden des Parks lag.

Gestern hatten wir die Grand Prismatic Spring bereits aus der Nähe gesehen – aber ganz ehrlich:

Von unten sieht man die Farben kaum.

Also war klar: Wir müssen höher!
Und genau dafür gibt es den passenden Trail – der Grand Prismatic Overlook Trail.

Nach einem kurzen, aber steilen Aufstieg wurden wir mit dem ikonischen Blick auf die farbenfrohe Quelle belohnt.
🌈 Ein Bild, das man sonst nur aus Luftaufnahmen kennt – und absolut spektakulär.

Grand Prismatic Spring

Camperküche im Schnelldurchgang

Am Campingplatz angekommen war es schon spät – also musste das Abendessen schnell gehen.
Es wurde ein schnelles, aber leckeres Gericht aus der Camperküche: Dosensuppe – manchmal reicht auch einfach: warm, sättigend, unkompliziert. 😄


Fazit des Tages:
Ein eiskalter Start, ein echter Wolf, ein Elch in freier Wildbahn und soviel Dampf –
Yellowstone überrascht uns jeden Tag aufs Neue.

Day 10 – Geysire, Gewitter und ein Glas Wein

📍 Ort: Yellowstone National Park – Upper Geyser Basin (Old Faithful)
🌡️ Temperatur: 18 °C bewölkt
🚐 Tageskilometer: ca. 80 km (hin & zurück zum Campground)
🚶‍♂️ Gewanderte Kilometer: ca. 18 km

Heute wollten wir früh los – der Plan:
🕘 Old Faithful, einer der bekanntesten Geysire der Welt.

Der Name ist Programm:
Etwa alle 90 Minuten bricht er aus – mit beeindruckender Regelmäßigkeit.
Wir kamen rechtzeitig zum nächsten Ausbruch und konnten das Schauspiel aus nächster Nähe bestaunen. 🌋

Old Faithful Geysir

Panorama & Geysirwanderung

Im Anschluss ging’s für uns hinauf zum Old Faithful Observation Point, von dem man das Geysirfeld nochmal aus einer ganz anderen Perspektive sieht – einfach beeindruckend.

Danach folgte ein langer, aber lohnenswerter Trail durchs Upper Geyser Basin:
🌫️ Geysire, soweit das Auge reicht – manche mit festen Ausbruchszeiten, andere ganz zufällig.

Überall dampft, brodelt und zischt es – fast wie auf einem fremden Planeten.


Wetterschock mit Happy End

Während wir gerade zwischen den dampfenden Quellen unterwegs waren, zog plötzlich ein Gewitter auf.
Der Himmel wurde dunkel, Blitze zuckten, und wir legten einen Zahn zu, um rechtzeitig Schutz zu finden.
Glücklicherweise hat uns das Gewitter nur leicht gestreift – ein paar Tropfen, aber keine Dusche. Glück gehabt!


Höhenluft & Holzarchitektur

Nach rund 18 Kilometern Wanderung merkten wir dann doch die Höhenluft – immerhin befinden wir uns hier auf über 2.200 Metern.

Zur Stärkung ging’s ins beeindruckende Old Faithful Inn – ein komplett aus Holz gebautes Hotel von 1904, das heute unter Denkmalschutz steht.
Dort gönnten wir uns zwei richtig gute Mochas – und einfach mal eine Sitzpause.

Old Faithful Inn

Danach statteten wir noch dem Visitor Center einen Besuch ab.
Wie in jedem Nationalpark gibt es dort Infos vom Ranger und eine sehenswerte Ausstellung – Yellowstone hat sogar mehrere Visitor Center, verteilt über den ganzen Park. Verständlich bei dieser Größe.


Bison-Schreck auf dem Rückweg

Auf dem Rückweg zum Campground dann ein kurzer Adrenalinkick:
🦬 Ein Bison trat plötzlich direkt aus dem Wald auf die Straße, keine zehn Meter vor uns!

Dank guter Reflexe konnte ich rechtzeitig bremsen – zum Glück!

Das wäre sonst ein bisschen zu viel „Grillfleisch auf Rädern“ gewesen 😬


Dumpen, Wein & Würfel

Zurück am Campingplatz wartete noch eine Camperpflicht:
🚽 Dumpen – das Entleeren der Abwassertanks.
Nicht unbedingt glamourös, aber gehört halt dazu. 😅

Danach machten wir’s uns gemütlich:
🍷 Ein Gläschen italienischer Wein und eine Runde Gesellschaftsspiel – der perfekte Ausklang für einen langen und eindrucksvollen Yellowstone-Tag.


Fazit des Tages:
Wanderschuhe glühen, Kamera voll, Herz auch.
Yellowstone liefert – und wie.

Day 9 – Sturm, Schluchten & staunende Augen: Willkommen in Yellowstone

📍 Ort: Yellowstone National Park
🌡️ Temperatur: 22 °C, teilweise bewölkt
🚐 Tageskilometer: ca. 180 km

In der Nacht zog ein kräftiges Regenband über uns hinweg – begleitet von ordentlich Sturm.
🌬️ Das Wohnmobil schaukelte im Wind, während draußen der Regen auf das Dach prasselte.
Zum Glück standen wir auf einem wunderschönen Platz direkt am Buffalo Bill Reservoir, nur wenige Minuten vom Buffalo Bill Dam entfernt – ruhig, naturnah, fast schon mystisch im Morgendunst.

Nach dem Frühstück stand der erste Programmpunkt an:
🧱 Besuch des Buffalo Bill Dam – bei seiner Fertigstellung im Jahr 1910 war er tatsächlich die höchste Staumauer der Welt. Beeindruckend, was hier schon vor über 100 Jahren gebaut wurde.

Buffalo Bill Damm

Auf zum Yellowstone – und zwar durch pure Wildnis

Danach ging es endlich los: Yellowstone ruft!
Die Straße schlängelte sich noch gut eine Stunde entlang des Shoshone River, durch eine enge Schlucht mit spektakulären Ausblicken hinter jeder Kurve.

Ich war nun schon mehrfach in den USA, aber diese Landschaften – diese Kombination aus unberührter Wildnis und perfekter Infrastruktur – begeistern mich jedes Mal aufs Neue.

Genau hier zeigt sich, was die USA landschaftlich so einzigartig macht.


Die ersten Bisons & Schwefeldüfte

Kaum hatten wir den Ost-Eingang des Parks passiert, begrüßten uns schon die ersten Bisons – einsam auf weiter Fläche.
Dazu: erste heiße Quellen mit dem typischen Geruch von Schwefel (wer mal in Aachen war, weiß Bescheid 😉).

Damals dachten wir noch: Was für ein Glück, gleich ein Bison gesehen!,
doch wir sollten im Laufe des Tages noch unzählige dieser beeindruckenden Tiere sehen.


Fishing Bridge: Duschen, Wäsche & Ranger-Tipps

Nächster Halt: Fishing Bridge Visitor Center.
Dort trafen wir eine freundliche Park Rangerin, die uns wertvolle Tipps zur Routenplanung für die nächsten Tage gab.

Da unsere letzten und kommenden Campingplätze keine Duschen bieten – und das Duschen im Camper für uns eher Notlösung als Wohlfühlmoment ist –, nutzten wir die Gelegenheit:
🧼 Heiße Dusche in Fishing Bridge
🧺 Gleichzeitig: Wäsche waschen im Park-Waschsalon – Multitasking at its best.


Grand Canyon of the Yellowstone – einfach wow

Frisch geduscht und mit sauberer Wäsche im Gepäck fuhren wir weiter Richtung Canyon Village.
Unterwegs legten wir Stopps ein am:

  • Mud Volcano – blubbernd, dampfend, übel riechend 🤢
  • und unserem heutigen Highlight: dem Grand Canyon of the Yellowstone mit seinen beiden beeindruckenden Wasserfällen.

Spätestens hier wurde klar, woher der Park seinen Namen hat:
Die gelb-goldenen Gesteinsschichten, die sich durch die Schlucht ziehen, sind einfach atemberaubend.

Wir haben bisher nur einen kleinen Teil des Parks gesehen – und ich bin jetzt schon restlos begeistert.


Offline in der Wildnis

Unser Campingplatz liegt inmitten der Natur – und damit auch abseits jeglichen Mobilfunknetzes.
📵 Kein Empfang, kein WLAN – nur Ruhe, Natur und Lagerfeueratmosphäre.

Daher erscheint dieser Blogeintrag mit leichter Verspätung – aber hey, echte Wildnis bedeutet eben auch: digital detox inklusive.


Nach dem Abendessen – natürlich wieder gegrillt – machten wir noch einen Spaziergang zum nahe gelegenen Fluss und genossen einen wunderschönen Sonnenuntergang. 🌄


Fazit des Tages:
Vom nächtlichen Sturm bis zur majestätischen Schlucht – Yellowstone hat uns sofort gepackt.
Jetzt freuen wir uns auf die kommenden Tage in einem der schönsten Nationalparks der Welt.

Day 8 – Bighorn-Panorama & Buffalo Bill

📍 Ort: Cody, Wyoming
🌡️ Temperatur: 26 °C, bewölkt
🚐 Tageskilometer: ca. 300 km

Die erste Woche ist vorbei – und wir haben schon so viel erlebt!
Heute Morgen wurden wir beim Frühstück von einer besonders charmanten Gesellschaft überrascht:
🐇 Kaninchen hüpften rund um unser Wohnmobil – ein friedlicher Start in den Tag.


Spritschlucker & Sparpreise

Auf dem Programm stand Tag 2 unserer langen Fahrtstrecke Richtung Yellowstone.
Erster Halt: Tanken in Sheridan – denn unser Camper ist leider alles andere als sparsam.

Rund 24 Liter auf 100 Kilometer – das tut weh.

Zum Glück sind die Benzinpreise in den USA deutlich humaner als zu Hause:
Umgerechnet etwa 0,70 € pro Liter – da tankt es sich schon entspannter.


Über den Bighorn Pass

Von Sheridan aus ging es weiter – hinein in die Bighorn Mountains.
Eine traumhafte Panorama-Strecke, die uns auf knapp 3.000 Meter Höhe führte.
Immer wieder hielten wir an, um die Aussicht zu genießen, durchzuatmen und zu staunen.

Ein geplanter Zwischenstopp an den Shell Falls fiel leider ins Wasser –
🚫 Der Trail war gesperrt – vermutlich aufgrund eines Waldbrandes in den letzten Wochen.

Also weiter – durch endlose Weite, lange Geraden, hohe Pässe.

Bighorn Mountain Aussicht

Augen zu & durch nach Cody

Während ich das Wohnmobil über die ewig geraden Straßen Richtung Cody lenkte, nutzte Julia die Gelegenheit für ein kleines Nickerchen.
Kein Wunder – das stundenlange Schaukeln hat fast etwas Hypnotisches.


Historie & Hunger in Cody

In Cody angekommen, stand direkt ein kulturelles Highlight an:
📜 Das Buffalo Bill Center of the West – ein riesiger Museumskomplex mit Ausstellungen zu Natur, Geschichte, Indianerkultur, Kunst und Buffalo Bill selbst.
So groß, dass man hier locker einen ganzen Tag verbringen könnte – wir entschieden uns für den Schnelldurchlauf. 😉

Danach bummelten wir noch ein wenig durch das Western-Städtchen Cody, bevor es endlich hieß:
🍽️ Essen gehen!
Nach Tagen voller Grillabende und Camperküche freuten wir uns besonders auf etwas Abwechslung.

Ziel: das historische Irma Restaurant, einst von Buffalo Bill persönlich eröffnet.

  • für Julia gab’s Rippchen,
  • für mich einen deftigen Burger – genau das Richtige nach einem langen Reisetag.

Saloon-Show & Supermarkt-Stopp

Direkt vor dem Saloon gab’s zum Abschluss noch eine kleine Show:
🤠 Eine typische „Gunfight Show“ – Western-Feeling pur.

Bevor es zurück zum Campingplatz ging, machten wir noch einen kurzen Abstecher zu Walmart, um uns mit Grillfleisch für die nächsten Tage im Yellowstone einzudecken.


Fazit des Tages:
Ein Tag zwischen Bergpanorama und Cowboy-Legenden.
Morgen ist es endlich so weit:
Wir erreichen den Yellowstone National Park!

Day 7 – Tiere, Tiefen & traumhafte Idylle

📍 Ort: Von Custer State Park nach Buffalo, Wyoming
🌡️ Temperatur: 27 °C, leicht bewölkt
🚐 Tageskilometer: ca. 360 km

Heute starten wir ganz entspannt in den Tag – nach den letzten vollgepackten Programmtagen ist das auch mal nötig.
Vor uns liegen zwei lange Fahrtage, bevor wir den nächsten großen Höhepunkt erreichen:
🎯 Yellowstone National Park

Doch bevor es soweit ist, haben wir noch ein paar spannende Stopps vor uns.
Aber erst mal: gemütlich frühstücken, duschen, Kaffee genießen – und einfach mal runterkommen.


Zweiter Versuch auf der Wildlife Loop – und diesmal mit Erfolg

Gestern waren wir auf der Wildlife Loop Road im Custer State Park unterwegs – leider mit eher bescheidenem Tiersichtungs-Erfolg.
Erst am Nachmittag erfuhren wir im Visitor Center, wo sich die Bison-Herden aktuell bevorzugt aufhalten.
Ein klassischer Anfängerfehler: Erst fahren, dann ins Visitor Center. Normalerweise machen wir es andersrum – diesmal wurden wir direkt dafür bestraft. 😅

Also beschlossen wir, die Wildlife Loop heute nochmal zu fahren – in die andere Richtung.
Und diesmal: Volltreffer!

  • 🦬 Bisons, aus nächster Nähe
  • 🐶 Präriehunde, immer wieder niedlich
  • 🫏 Neugierige Esel, die bis ans Wohnmobil herantraten
  • 🐏 Und sogar eine kleine Gruppe Dickhornschafe

Ein gelungener Start in den Tag – mit jeder Menge Wildtier-Momenten.


Jewel Cave – leider nur von außen

Danach ging es weiter zum Jewel Cave National Monument, einem Teil eines riesigen Höhlensystems – über 330 Kilometer sind bereits erforscht, und gilt als eine der längsten Höhlen der Welt.

Das Kind in mir freute sich schon auf eine der Touren hinein in die Tiefe, doch leider…
🚫 Diese Woche keine Führungen.
Der Generator für den Aufzug wird ausgetauscht – technischer Wartungsstopp zur Unzeit.

So blieb uns nur das Visitor Center und ein interessanter Film zur Entdeckung der Höhle.
Nicht ganz dasselbe, aber immerhin ein kleiner Einblick.


Fahrt ins Ungewisse – und in die Idylle

Nach dem Höhlenstopp ging es weiter Richtung Buffalo, Wyoming – etwa auf halber Strecke nach Yellowstone, das noch rund 600 km entfernt liegt.

Einen Campingplatz hatten wir diesmal nicht vorab gebucht – wir wollten spontan entscheiden, wo wir bleiben.
Und wie das oft so ist:

Keine Erwartungen = positive Überraschungen

Der erste Platz, den wir ansteuerten, war ein echter Geheimtipp:
🌊 Direkt an einem See, ruhig gelegen, abgeschieden, und mit traumhafter Stimmung.
Die letzten Kilometer dorthin waren so abgelegen, dass wir zwischendurch dachten, wir wären falsch – aber dann tauchte das Camp wie aus dem Nichts auf.


Den Abend verbrachten wir in dieser Idylle, bei angenehmen Temperaturen, mit Blick auf das Wasser und dem Gefühl, genau am richtigen Ort zu sein.

Campingplatz 🏕️

Fazit des Tages:
Von enttäuschten Tiersichtungen zur tierischen Vielfalt, von Höhlenplänen zur Planänderung – und am Ende belohnt mit einem perfekten Campingplatz.
Morgen geht’s weiter nach Cody – Yellowstone rückt näher!

Day 6 – Präsidenten, Bisons und Serpentinen

📍 Ort: Mount Rushmore & Custer State Park, South Dakota
🌡️ Temperatur: 10 °C am Morgen, bis zu 28 °C tagsüber
🚐 Tageskilometer: ca. 250 km

Von den ersten Sonnenstrahlen geweckt, tauchte der Tag langsam die zerklüfteten Badlands in goldenes Licht. Die Sonne selbst stand noch hinter den Hügeln, aber ihr Licht kündigte schon einen neuen Reisetag an.

Auch heute hielten wir das Frühstück kurz und funktional – denn schon um 7:30 Uhr brachen wir auf, der nächste Abschnitt unserer Reise stand an:
🎯 Die Black Hills mit Mount Rushmore als Ziel.


Stopp in Rapid City & tierische Begegnung

In Rapid City legten wir einen Zwischenstopp ein, um unsere Vorräte aufzufüllen und zu tanken. Danach ging es direkt weiter – und plötzlich war er da:
🦬 Ein Bison direkt am Straßenrand!
Nur wenige Minuten später erblickten wir in der Ferne eine ganze Herde – ein beeindruckendes Naturerlebnis und unser erster richtiger Wildlife-Moment in South Dakota.


Mount Rushmore – Monument aus Stein

Schon Kilometer vor dem Ziel tauchte zwischen den Bäumen immer wieder der berühmte Felsen auf:
Mount Rushmore.

Bereits vom Parkplatz aus wirkt das Monument eindrucksvoll.
Wir starteten mit einem Besuch im Visitor Center, wo ein informativer Film die Geschichte und den Bau des Monuments erklärte – spannend, wie aus einem Berg ein Symbol wurde.

Während meine Begeisterung kaum zu bremsen war, konnte Julia mit den in Stein gehauenen Präsidenten eher wenig anfangen.
Aber für mich war es ein lang gehegter Traum, diesen Ort endlich live zu sehen.

Anschließend spazierten wir den Presidential Trail – 425 Stufen, schmale Pfade, immer wieder neue Perspektiven auf das Monument.


Mittagessen mit Herausforderungen

Nach dem Abstieg war es Zeit für eine kleine Stärkung.
Julia entschied sich für einen klassischen Hotdog zum Selbstbelegen,
ich nahm einen Chili Dog – derart überladen, dass es eine echte Herausforderung war, ihn unfallfrei zu essen. (Spoiler: Es gelang nicht ganz 😅)


Custer State Park & Abendshow

Am Nachmittag fuhren wir weiter durch die Black Hills – endlich wieder grüne Landschaft, dazu enge Serpentinen, die mit dem Wohnmobil zu einem kleinen Abenteuer wurden.

Bevor wir erneut Mount Rushmore ansteuerten, machten wir einen Abstecher auf die Wildlife Loop Road im Custer State Park.
Ein paar Tiere zeigten sich, doch die ganz großen Begegnungen hoben sich offenbar für später auf.

Für die Rückfahrt zum Monument wählten wir bewusst eine weniger abenteuerliche Route – und landeten trotzdem auf einer Gravel Road, die mit dem Camper ebenfalls alles andere als komfortabel war. Willkommen im Abenteuerland!


Stars, Stein und Sternenbanner

Um 20 Uhr begann die abendliche Lighting Ceremony am Mount Rushmore.
Patriotisch, emotional und sehr amerikanisch – inklusive Hymne, Veteranen-Ehrung und Sternenbanner.

Doch das eigentliche Highlight:
Als der Felsen plötzlich in helle Strahler getaucht wurde, war der Moment einfach magisch.

Gegen 22 Uhr kamen wir zurück auf unseren Campingplatz – müde, aber mit vielen neuen Eindrücken im Gepäck.


Fazit des Tages:
Ein Tag voller Kontraste: von geschichtsträchtigem Monument über wilde Bisons bis hin zu engen Waldstraßen.
Morgen verlassen wir die Black Hills – mal sehen, welches Abenteuer als Nächstes auf uns wartet!

Day 5 – Eiskalter Morgen, heiße Trails

📍 Ort: Badlands National Park, South Dakota
🌡️ Temperatur: 4 °C am Morgen, später bis 24 °C
🚐 Tageskilometer: ca. 80 km (innerhalb des Parks)

Man war das kalt heute Nacht!
Gerade mal 4 Grad – Ein Camper speichert Wärme etwa so gut wie ein Pappkarton mit Fenster. Die Kälte kroch durch jede Ritze und machte das Aufstehen zur kleinen Mutprobe. 🥶

Motiviert machten wir uns früh auf den Weg – denn der Wetterbericht versprach: Sonnig und perfekt zum Wandern.


Adrenalin am Morgen: Notch Trail

Den Start machte der berühmte Notch Trail – definitiv nichts für Menschen mit Höhenangst.
Über eine steile Holzleiter, losem Geröll und schmalen Pfaden ging es hinauf durch die Felsen der Badlands.

Doch die Mühe wurde belohnt:
Am Ende des Trails erwartete uns ein atemberaubender Ausblick – ein natürlicher Felsspalt öffnete den Blick in die endlosen Weiten South Dakotas. Einfach wow. 😍


Loop Road & tierische Begegnungen

Im Anschluss fuhren wir die komplette Badlands Loop Road entlang.
Hinter jeder Kurve ein neues spektakuläres Panorama, Farben und Formen wie gemalt.
Und als wäre das nicht schon genug, begegneten wir auch noch:

  • 🐾 unzähligen Präriehunden (soo niedlich)
  • 🦌 einem Gabelbock – unser erstes echtes Wildtier-Highlight der Reise!

Gegen Mittag legten wir eine Snackpause an einem der zahlreichen Aussichtspunkte ein:
☕ Kaffee & Pistazien-Muffin – einfach, aber genau richtig.


Castle Trail & Klimazonenwechsel

Gestärkt machten wir uns auf zum Castle Trail – einem längeren, offenen Trail durch die zerklüftete Landschaft.

Am Morgen noch mit Fleecejacke und langer Hose gestartet, war es mittlerweile so warm, dass wir in Shorts und T-Shirt unterwegs waren.
Doch der Trail bot keinerlei Schatten – und obwohl die Landschaft beeindruckend war, entschieden wir uns nach etwa einer Stunde, umzudrehen.

Die Sonne brannte ordentlich, und wir wollten uns nicht gleich am ersten aktiven Wandertag komplett verbrennen.


Nachmittagsruhe & Reiseplanung

Den restlichen Nachmittag verbrachten wir ganz entspannt am Campingplatz:
🎨 Julia malte ein bisschen,
🗺️ ich kümmerte mich um die Planung für den nächsten Reisetag – schließlich wollen wir nichts verpassen.

Den Nachmittag entspannt ausklingen lassen

Fazit des Tages:
Vom kalten Morgengrauen bis zur Mittagshitze – ein Tag voller Kontraste, grandioser Aussichten und tierischer Begegnungen.
Morgen heißt es: Abschied von den Badlands – Mount Rushmore, wir kommen!

Day 4 – Von Autos, Aussicht und Astronomie

📍 Ort: Badlands National Park, South Dakota
🌡️ Temperatur: 20 °C, sonnig, windig
🚐 Tageskilometer: ca. 350 km

6 Uhr, ich bin wach.
Die Sonne lässt noch auf sich warten – Sonnenaufgang erst gegen 6:30 Uhr.
Ich lasse Julia noch schlafen, während ich mir in aller Stille einen Kaffee mache und die morgendliche Ruhe genieße.

Gestern haben wir bereits drei Bundesstaaten durchquert – von Colorado über Wyoming nach Nebraska. Heute soll es weitergehen:
Ein langer Fahrtag liegt vor uns – Ziel: der Badlands National Park in South Dakota.


Kurioser Zwischenstopp: Carhenge

Da wir früh los wollten, hielten wir das Frühstück kurz und pragmatisch.
Unser erster Zwischenstopp: Carhenge – eine skurrile Nachbildung von Stonehenge, nur eben nicht mit Steinen, sondern mit echten Autos.
Manche nennen es Kunst, andere… lassen wir das 😄
Ein kurzes Fotomotiv, ein kurzes Schmunzeln – weiter geht’s!

Carhenge

Die Fahrt durch die Great Plains war – sagen wir mal – landschaftlich eher monoton. Viel Weite, wenig Abwechslung. Aber das Ziel entschädigte uns mehr als genug.


Ankunft in den Badlands

Gegen 13:30 Uhr erreichten wir endlich den Badlands National Park – dramatische Felsformationen, zerklüftete Landschaften und beeindruckende Farben.

Zuerst ging es ins Visitor Center, wo wir uns bei einem freundlichen Ranger über die Trails informierten.
Eine Besonderheit:

In den Badlands ist es ausdrücklich erlaubt, abseits der offiziellen Wege zu wandern.
Das ist tatsächlich eine Ausnahme unter den US-Nationalparks und macht das Erlebnis hier noch einzigartiger.

Vor dem Wandern gab’s aber erstmal eine kleine Stärkung:
🥯 Bagels mit Lachs-Frischkäse – simpel, aber lecker!


Window, Door & Cliff Shelf

Für den Einstieg entschieden wir uns für zwei kurze, aber aussichtsreiche Trails:

  • Window Trail
  • Door Trail

Beide bieten fantastische Ausblicke auf die zerklüftete Felslandschaft – ein toller erster Eindruck!

Da uns die Trails dann aber doch etwas zu kurz waren, hängten wir noch den Cliff Shelf Nature Trail dran – etwas anspruchsvoller, mit Treppen und schattigen Abschnitten – sehr zu empfehlen!

Badlands NP

Duschen, Bargeld & Ranger Talk

Am Campground angekommen wollte ich eigentlich nur noch schnell duschen – doch:
🪙 Die Duschen kosteten Bargeld, und wir hatten… keins.
In diesem Land braucht man einfach so selten Bargeld, dass wir das Thema bisher komplett ignoriert hatten.
Also: Plan B – Dusche im Camper. Funktioniert auch.

Den Abend ließen wir besonders schön ausklingen:
Wir besuchten den typischen „Ranger Talk“ – heute zum Thema Astronomie.
Unter dem klaren Sternenhimmel hörten wir spannende Infos über Sternbilder, Lichtverschmutzung und die Bedeutung des Nachthimmels in der Geschichte.

Leider war Vollmond, wodurch wir nur einen Teil des Sternenhimmels sehen konnten – die richtig dunklen Nächte kommen hoffentlich noch in einem der nächsten Nationalparks. 🌕✨


Fazit des Tages:
Ein langer Fahrtag, tolle Eindrücke, faszinierende Landschaften und ein Abend unter den Sternen – die Badlands haben uns nicht enttäuscht.

Day 3 – Sonnenaufgang am See und schattenfreie Realität

📍 Ort: Scottsbluff, Nebraska
🌡️ Temperatur: 34 °C, sonnig und trocken
🚐 Tageskilometer: ca. 250 km

Endlich mal mit der Sonne aufwachen!
Heute habe ich tatsächlich bis 7 Uhr geschlafen – das erste Mal seit der Ankunft. Ich glaube, der Jetlag ist besiegt. Aber man soll den Tag bekanntlich nicht vor dem nächsten Morgen loben… 🙈

Nach dem Aufstehen – wie soll es auch anders sein – erstmal Kaffee.
Wir haben keine Kaffeemaschine, dafür aber Instant-Kaffee von Starbucks mit einer feinen Kakao-Note. Schmeckt besser, als es klingt!

Die Sonne ging direkt über dem See auf, der nur wenige Meter neben unserem Wohnmobil liegt – einfach traumhaft.
Kurze Zeit später gab’s Frühstück:
🥐 Aufbackbrötchen, 🍳 Rührei und 🥓 Speck – was will man mehr?


Morgenrunde am See & Hitzevorwarnung

Da wir das Gefühl hatten, uns in den letzten Tagen eher wenig bewegt zu haben – und auch heute wieder eine längere Strecke vor uns lag – sind wir nach dem Frühstück erst mal eine Runde am See spazieren gegangen.
Ein bisschen Bewegung, frische Luft, und ein paar wunderschöne Fotomotive.

Gegen 11 Uhr hieß es dann: alles verstauen und sichern – los geht’s!
Unser heutiges Ziel:
🗺️ Scottsbluff National Monument in Nebraska.


Scottsbluff – beeindruckend, aber brutal heiß

Die imposante Felsformation ragt aus der sonst flachen Prärie und diente einst den Siedlern auf dem Oregon Trail als Orientierungspunkt – geschichtsträchtig und wirklich beeindruckend.

Nach einem Besuch im Visitor Center wollten wir eigentlich eine kleine Wanderung auf den Trail am Monument machen.
Aber: es war inzwischen über 34 Grad heiß, pralle Sonne, null Schatten – und als Julia den Blick auf den komplett schattenfreien Aufstieg warf, war sofort klar:
🛑 Planänderung.


Abkühlung am Campground

Also entschieden wir uns spontan, direkt zum Campground weiterzufahren und dort den Nachmittag entspannt zu verbringen.
Kaltgetränk, Campingstuhl, Schattenplatz – so fühlt sich Urlaub an.

Sonnenuntergang bei Scottsbluff

Fazit des Tages:
Der Jetlag lässt langsam nach, der Roadtrip kommt ins Rollen, und die Sonne meint es (zu) gut mit uns.
Morgen geht’s weiter Richtung Norden – stay tuned!

Day 2 – Jetlag, Jumbo-Einkauf und der erste Abend im Wohnmobil

📍 Ort: Longmont, Colorado
🌡️ Temperatur: 32 °C, sonnig
🚐 Tageskilometer: ca. 25 km

Dank des Jetlags war unsere Nacht bereits um 4 Uhr zu Ende – zu Hause wäre es schließlich schon Mittag gewesen.
Da das Frühstücksbuffet im Hotel erst um 6 Uhr öffnet, nutzten wir die Zeit für ein paar Telefonate mit der Familie.

Das Frühstück war besser als erwartet – was uns positiv überraschte. Wir hatten schon alles erlebt: von „ein paar Muffins und Filterkaffee“ bis „nichts außer Instant-O-Saft“.
Diesmal gab’s aber:
🥚 Rührei & Würstchen
🥯 Bagels
🥞 Und natürlich die obligatorische Pancake-Maschine, die in keinem amerikanischen Motel fehlen darf.


Frappuccino-Zeit & Warten auf das RV

Unser RV Pickup war für 13 Uhr vereinbart – also mussten wir die Zeit bis dahin irgendwie totschlagen.
Was macht man da? Klar: Man geht zu Starbucks.
Mit einem leckeren Frappuccino in der Hand ließ es sich dann doch ganz gut aushalten.

Bei der Übergabe des Wohnmobils lief im Grunde alles reibungslos – wäre da nicht das Pärchen vor uns gewesen, das sich wirklich alles zweimal erklären ließ… und es dann trotzdem nicht verstanden hat.
Dadurch zog sich das Ganze ein wenig, und erst gegen 14:30 Uhr konnten wir endlich Richtung Walmart aufbrechen.


Walmart-Wahnsinn & Erste Nacht im RV

Im Walmart angekommen, haben wir ordentlich zugeschlagen – so ein RV muss ja schließlich ausgestattet werden:
Küchenutensilien, Reinigungsmittel, Vorräte, Getränke, Snacks, Grillzubehör, Toilettenchemie…
Nach drei Stunden und zwei vollgeladenen Einkaufswagen waren wir gute 350 Dollar ärmer – aber bestens versorgt.

Von dort aus ging’s nur noch 10 Minuten weiter zu unserem ersten Campground:
🏞️ Der Boyd Lake State Park – wunderschön gelegen, ruhig, perfekt für den Einstieg.

Kaum angekommen, wurde natürlich direkt der Grill angeworfen.
Ein paar saftige Steaks, dazu ein eiskaltes Corona – besser kann ein Roadtrip-Abend eigentlich nicht enden.

Den restlichen Abend ließen wir entspannt ausklingen – angekommen, zufrieden, müde, aber glücklich.
Morgen beginnt das echte Abenteuer: Ab in die Natur!

Unsere Behausung für die nächsten Wochen
Grill, Bier und Sonnenschein.